Die Frauen Sambias

Mangelnde Selbstbestimmung

Das vom Geschlecht unabhängige Recht auf Selbstbestimmung, das für uns so selbstverständlich scheint, ist in der sambischen Gesellschaft leider noch nicht etabliert: Frauen sind vielfältigen Formen von Diskriminierung, physischer und sexualisierter Gewalt und unsicheren Besitzverhältnissen ausgesetzt. Laut internationalen Menschenrechtsorganisationen gibt rund die Hälfte der sambischen Frauen an, entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben. Die Gender-Politik spielt eine untergeordnete Rolle, Frauenrechte werden noch immer missachtet.

Finanzielle Abhängigkeiten

Die in Sambia vorherrschende Armut und der Alkoholmissbrauch der Ehemänner sind die häufigsten Ursachen für häusliche Gewalt, einen Ausweg aus diesen Ehen gibt es aufgrund patriarchalischer Besitzstrukturen nur selten. Nach dem Gewohnheitsrecht der in Sambia ansässigen 72 Ethnien hat eine Frau im Falle einer Scheidung oder dem Tod des Ehemanns kein Anrecht auf dessen Besitz – das gesamte Erbe geht an die Familie des Ehemanns. In dieser finanziellen Abhängigkeit gefangen, haben die Frauen Sambias wenig Möglichkeiten einem gewalttätigen Ehemann zu entkommen. Die Alternativen bestünden in Prostitution oder einem Leben auf der Straße.

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